Harald Grosskopf
Synthesist
(Rvng Intl.)
Ich bin so glücklich, dass dieses großartige Album, ursprünglich 1980 erschienen, vom amerikanischen Label Rvng Intl. wieder neu aufgelegt wurde. Harald Grosskopf zeigte darauf, dass er auch als Komponist Talent besaß und nicht nur zum Perkussionisten für Klaus Schulze und Ash Ra Temple taugte. Krautrock trifft hier auf Cosmic Disco mit ein paar New-Age-Schwingungen. Acht Songs voller schöner Melodien, Arpeggi und Phaser, die einen in eine andere Dimension entführen. Sehr nett ist auch die <i>Re-Synthesist</i>-Compilation, die Neuinterpretationen von zeitgenössischen Produzenten bietet.

Maxxi Soundsystem
Criticize
(Kojak Giant Sound)
Innerhalb des ganzen Re-Edit-Wahnsinns der vergangenen Jahre ist diese Platte eindeutig eines der Glanzlichter! Ein wirklich superber Re-Edit von Alexander O’Neils gleichnamigem Song ohne die ganze Achtziger-<i>cheesiness</i> und dafür kraftvoller als das Original. In der Mitte des Tracks gibt es einen fantastischen einminütigen Break, mit dem man eine Stimmung kreieren kann, in der sich die Leute auf dem Dancefloor komplett gehen lassen können. Versprochen!

Nacho Patrol
The Africa Jet Band Experience
(M Division)
Hier haben wir wieder den typischen Legowelt-Sound, von dem ich immer noch nicht genug bekommen kann! Nacho Patrol ist eines seiner Aliase, unter dem er seine exotischsten Produktionen mit der geringsten Dancefloor-Tauglichkeit veröffentlicht. Als ich die Platte zum ersten Mal gehört habe, musste ich an die exzellente Dokumentation über den britischen Schlagzeuger Ginger Baker und seinen Aufenthalt in Afrika im Jahr 1971 denken. Die Musik könnte gut der Soundtrack zu diesem Film sein! Die sechs Tracks sind eine großartige Fusion aus psychedelischen Klängen, Disco, perkussiven Afrika-Grooves und natürlich analogen Synthies.

<i>Massimiliano Pagliaras Album</i> Focus For Infinity <i>erscheint am 23. Mai bei Live At Robert Johnson/Kompakt.</i>