Jay Haze (Concontent:encodederrior, Berlin) empfiehlt:</br>
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Alex Picone</br>
Motherland EP</br>
(Bosconi 05)</br>
Bosconi ist ein neues Label aus Florenz, von dem ich wirklich jede Veröffentlichung bisher gespielt habe. Ihre neue Dancefloor-Bombe kommt von dem italienischen Hengst Alex Picone. Der A1-Track „Mina“ ist eine Reminiszenz an den alten Minimal-Man-Klassiker „Make Your Body Move“, aber mehr in dem Sinne, dass das Stück tatsächlich deinen Körper bewegt, als dass es bloß das Original kopiert. Die B1, „Nana“, hat einen solpopen Groove und einen kraftvollen Bass. Der beste Track für mich ist aber B2, „Tascha“. Ich frage mich echt, wie viel großartige Tracks in der Geschichte verloren gegangen sind, weil sie als zweites Stück auf der B-Seite versteckt wurden. Hier ist Geduld gefragt, die mit einem äußerst effizienten Track belohnt wird.</br>
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H.O.S.H.</br>
Under A Fig Tree EP</br>
(Diynamic 027/Word And Sound)</br>
Ich liebe diese Platte aus dem einfachen Grund, dass sie einen sympathischen Sinn für Humor mit Dancefloor-Sensibilität verbindet. Das ist exakt das, was ich bei dem Gros der Veröffentlichungen heutzutage vermisse! Es erinnert mich an die Zeit, als ich bei Sets von Derrick Carter erst hysterisch lachen musste und mir drei Minuten später eine völlig andere Perspektive eröffnet wurde – weil er kontrastreiche Tracks gespielt hat wie diesen. Ich würde es als „Deepbleep-Musik“ kategorisieren, man kann den alten DBX-Einfluss auf der ganzen Platte hören – wirklich fuckin’ refreshing!</br>
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Grinser</br>
Looping Music</br>
(Toys For Boys 020/Intergroove)</br>
Die meisten Leute dürften Grinser von dem Duo Dakar & Grinser kennen. Wenn man mich noch vor fünf Jahren gefragt hätte, ob ich einen Song der bepopen gut finde, hätte ich ehrlich gesagt wahrscheinlich gekotzt. Lustigerweise hat jeder der bepopen im vergangenen Jahr jeweils Tracks veröffentlicht, die ich wirklich liebe. Lektion gelernt, sag niemals nie! Grinser hat einen großartigen Sound, einen äußerst crispen Produktionsstil und einen netten Deephouse-Vibe – man kann seine Liebe zu Ron Trent und dem New Yorker Deephouse-Sound der Neunziger heraushören. Hier gefällt mir der Remix von Markus Vektor (ein alter Rephlex-DJ) am besten. Eine meiner Lieblingsplatten des Sommers!</br>
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