Ein besseres Label als Pampa hätte sich wohl kaum finden lassen. Die Eigenarten und Eigentümlichkeiten von Isolée sind bei DJ Koze bestens aufgehoben. Well Spent Youth ist sein drittes Album und damit der lang erwartete Nachfolger von Rest und We Are Monster. Wenig hat sich geändert in der musikalischen Welt von Islolée. Die Einzelstellung und Abgeschiedenheit, die sein Name schon impliziert, halten an. Die Stücke auf Well Spent Youth sind distinktiv und distinguiert, verspielt und ausufernd, eigenartig und einzigartig. Ein gefundenes Fressen für Analysten und Freunde des theoretischen Über- oder Unterbaus. Am Ende des Tages ist es aber einfach die Art und Weise, wie die Mosaikmusik von Isolée entsteht: aus Fragmenten, Schrapnellen, Fetzen und Teilchen, Impulsen. Pop ohne Stimme („Celeste“) und Elektronik ohne Pamphlet. Aber selbst in den direktesten Clubmomenten („Thirteen Times An Hour“), denen er sich ja von jeher nicht verschließt, arbeitet Isolée immer nur auf Euphoriewellen hin, ohne sie letztlich in Glanz und Glorie aufschlagen zu lassen. Auf lange Sicht ist diese Gelassenheit Gold wert. Und zu Well Spent Youth noch lange nicht alles gesagt. Monsieur Hulot würde sich darüber freuen.