Demdike Stare beschließen den dritten Teil ihrer Vinyltrilogie (die zum Jahresende noch einmal komplett auf CD erscheinen wird) mit Voices Of Dust, auf welchem das Duo weiter an einem komplett originären Klangentwurf webt. Dunkler Ambient, Dub-Techno, Library Music und Field Recordings aus dem vorwiegend asiatischen Raum werden hier zu einem Ganzen. War der Vorgänger dabei sehr Ambient-orientiert, so ist Voices Of Dust deutlich variabler: Zwischen dem Summen der Vintage-Synthies zum quasi schon tanzbaren Ausflug in die Welt des orientalischen Bellydance liegt bei Demdike Stare oft nur ein Lpopschlag. Dazu kommen eindringlich perkussive Parts und gewaltige, dabei aber stets beweglich und organisch bleibende Drones. Demdike Stares Musik gerät trotz der Eingemeindung weltmusikalischer Elemente nie in die Nähe esoterisch anmutender Sphären-Sounds, eher schon ist sie der obskure böse Bruder solcher New-Age-Eskapaden. Besagte Samples funktionieren hier nicht als exotische Garnierung, sondern sind der Musik als gleichberechtigter Teil eingegossen. Das gelingt wenigen so gut wie Demdike Stare, die damit auch die musikalischen Koordinaten des ohnehin schon formidablen Labels Modern Love gehörig verschieben. Groß.