Paul Rose war von Beginn an einer der Protagonisten im Dubstep-Universum und hat mit seinem Label Hotflush maßgeblich an einem Sound gefeilt, der Dubstep und Techno als gleichwertige Bezugspunkte versteht. Ein Ansatz, der in letzter Konsequenz auch in den Genre-definierenden Sub:Stance-Nächten im Berghain mündete. Nachdem bereits sein erstes Scuba-Album A Mutual Antipathy durch eine Vielzahl von Remixen ergänzt wurde, gibt es nun die Triangulation (Interpretations), auf denen Scubas letztes Album durch den Remix- und Edit-Wolf gedreht wird, wobei die Genregrenzen einmal mehr verschwimmen. Denn was sich da auf zwei CDs vereint, führt die Verschränkung der Stile auf die nächste Stufe und schert sich gleich gar nicht mehr um Schubladenverortung. Wahrend auf CD 1 noch einmal die Original-Tracks rekapituliert werden, dürfen auf CD 2 unter anderem der Kanadier Deadbeat, Will Saul & Mike Monday oder der Süd-Londoner Deadboy Scubas Tracks weiterentwickeln. Überraschend ist hier, dass vor allem Scubas eigene Interpretationen von „Before“ und „You Got Me“ den ursprünglichen Tracks zu grandiosem Glanz verhelfen. Während „Before (After)“ auf geniale Art und Weise das hymnische Element von „Before“ auf den Punkt bringt, ist der upliftende Dubstep-Rave von „You Got Me (I Got You)“ ein zugleich innovativ zukunftsorientierter wie auch geschichtsbewusster Monstertrack, der jede Tanzfläche zum Kochen bringen sollte, egal ob nun in einer Techno-, Dubstep- oder Rave-Nacht. Großartige Remixe für ein großartiges Album.