Nach vielen digitalen Veröffentlichungen, 12-Inches und EPs, die weit über die vielbeschworene Rhein-Main-Szene hinaus ihre Freunde gefunden haben, ist Sascha Dive jetzt mit seinem Debütalbum am Start. Der Hesse ist mittlerweile eine Bank in deutschen Housekreisen und spielt die Klaviaturen des Minimalismus wie auch die US-amerikanischer Musiktraditionen mit Bravour. Beides führt er auf seinem Album zusammen und schafft es dabei auch noch, überhaupt nicht eklektizistisch oder gar epigonal zu klingen. Denn Sascha Dive wäre nicht Sascha Dive, wenn er nicht in jedem Track seine perkussive Detailverliebtheit und sein Gespür für den Groove durchschimmern lassen würde: Sensationell, wie „Underground Railroad“ mit kurzen reibenden Gitarrenlicks, dezenten Congas, einem rollenden Bass und ja, der großen Predigerstimme US-amerikanischer Provenienz, nach vorne jackt. Unwiderstehlich – wie auch „Drums Of The Jungle“, in denen die Stimmen in die Tiefe des Tracks gelegt wurden, und hin und wieder kurze Klanghölzer-Wirbel über dubbigen Akkorden ertönen. Aber besser als in „African Monster“ wird es nicht: Ein weltmusikalisch inspiriertes Stück mit Bläsersamples über lässigen Percussion-Arrangements – das ist ebenso funky wie zurückgelehnt. Essentielles Album.