Wer Jamie Jones bis dato als aufstrebendes Techhouse-Talent mit Hang zu ibizenkischer Abfahrt und einer Handvoll guter Maxis im Gepäck auf dem Zettel hatte, dürfte von Don’t You Remember The Future angenehm überrascht sein. Denn der von Crosstown Rebels protegierte Endzwanziger hat sich bei seinem Albumdebüt Zeit gelassen für eines der besseren Techno-/House-Alben in diesem Jahr, weit davon entfernt, eine redundante Ansammlung von Tracks zu sein. Jones schreibt hier bereits das Jahr 2116, dementsprechend futurisch und Sci-Fi-lastig gestaltet er die cineastischen Samples und Sounds seiner zwölf Tracks und verwebt sie zu einer kohärenten Reise. Nicht zuletzt, weil Jones – ganz zeitgemäß – seine CD zu dem gemacht hat, was Villalobos und Omar-S für die Fabric-Reihe abgeliefert haben: zu einem gemixten Album. Dieses hat insbesondere dort seine Stärken, wo Jones sich gesangliche Unterstützung ins Raumschiff geholt hat: von der sanft hypnotisierenden Alison Mars, vom Electro-infizierten Egyptian Lover und von Ost & Kjex, die mit ihren eindeutig Prince-evozierenden Vocals „Summertime“ zu dem Sommerhit 2009 gemacht haben. Und spätestens wenn mit dem schwermütigen, gleichsam gelassenen „Mexiko“ ein weiteres Highlight den Schlusspunkt setzt, wird klar: Jamie Jones hat seine Mission erfüllt.