Auf der wieder mal hervorragenden Katalognummer 8 von Hessle ist es die B-Seite „Anaconda“, die einen nach dem Hören erst mal sprachlos zurücklässt. Was Untold hier veranstaltet, ist verwirrend und tatsächlich schwer in Worte zu fassen. Aus unzähligen Sample-Schnipseln, darunter diverse Tierlaute, bastelt er ein wahnwitziges Gebilde, das einmal mehr an den Drum’n’Bass-Magier Photek zu dessen großen Zeiten erinnert. Die Kunst ist dabei, dass das Stück trotz des komplexen Aufbaus wie aus dem Ärmel geschüttelt klingt. Die A-Seite „Can’t Stop This Feeling“ löst keinen ähnlichen Wow!-Effekt aus wie „Anaconda“, ist aber ebenfalls großartig. Untold bleibt hier näher am konventionellen Dubstep-Format und liefert einen schwingenden, für den Set-Höhepunkt gedachten Track ab, der aber immer noch verschrobener ist als vieles, was das Genre sonst zu bieten hat.