Etwas verwundert kann man schon darüber sein, dass die Postpunker von The Rapture von !K7 zum Erstellen einer Mix-CD aufgefordert wurden, folgen sie damit doch unbestrittenen und des Mixens fähigen DJ-Größen wie Carl Craig oder Ewan Pearson. Nun gut, Hot Chip durften auch, und was über deren Auftritte als DJs so erzählt wird, dürfte ja bekannt sein. Nun also The Rapture, und man darf sagen, dass ihr Mix einige Überraschungen bereithält. Hier wird einmal quer durch die Musikgeschichte der vergangenen dreißig Jahre geritten, vom ehemals noch inspirierenden und exzessiven New Yorker Underground über HipHop zu Disco, und dann französischer Filterhouse, Chicago, Detroit, deutsche Wertarbeit, alles dabei. Dass der musikalische Kosmos der für diese Reise Verantwortlichen ein großer, ja die Welt gleich mehrfach umspannender sein muss, beweist nicht zuletzt, dass auch der Brooklyner Folksänger Richie Havens sein Plätzchen auf dieser Platte findet. Dass der schon in der Schlammwüste von Woodstock musizierte, werten wir jetzt einfach mal nicht, man will ja nicht als engstirnig dastehen.