Eine Paarung, die sich die Götter ausgedacht haben müssen. Morgan Geist vertont eine nächtliche Autofahrt nach Detroit, Jeremy Greenspan singt den Text dazu, und Carl Craig zieht gleich mit zwei Remixes ins Feld. Das klingt nach mehr Vorschusslorbeeren, als eine Platte eigentlich vertragen kann. Aber keine Angst, der Wagen fliegt nicht aus der Kurve. „Detroit“ basiert auf „24k“, das auf Geists „Super EP“ in der ursprünglichen Fassung zu hören war. Seine Ode an die Motor City und Technogründerstadt macht einen tanzbaren Popsong daraus, der genau von jener Sehnsucht getragen wird, die europäische Nerds so gerne auf die Industrieruine projizieren. C2 häutet das Original und teilt es in eine elegische Variante mit Jeremy und eine eher flapsige ohne den Sänger der Junior Boys. Vor allem in der ersten Version wirkt Carl wie der Craig, der uns leider nach More Songs About… verlassen hat: himmlisch.