Nach den Soma-Wiederveröffentlichungen der unsterblichen frühen Black-Dog-Produktionen (die fast zwanzig Jahre alten Originale kosten in Sammlerkreisen mittlerweile dreistellige Summen) beweist das neue Album, dass The Black Dog nicht nur Geschichte, sondern noch eine äußerst lebendige Geschichte sind. Zwar hat sich die Ursprungsbesetzung längst geändert, Ed Handley und Andy Turner formierten sich Mitte der neunziger Jahre zu Plaid und wurden später durch die Gebrüder Dust ersetzt. Die in der Musik spürbare Hingabe hat jedoch nur unwesentlich gelitten. Man muss sagen, dass es in den vergangenen Jahren einige Tracks von Black Dog gab, die nicht ganz die Ansprüche der verwöhnten Fans halten konnten – das neue Album enthält davon glücklicherweise nicht einen einzigen. Ganz im Gegenteil, die schwere Aufgabe, sich selber treu zu bleiben, ohne zu stagnieren, wurde bravourös gelöst. Tiefe, fast majestätische Flächenkomplexe türmen sich über Beats mit exakt berechnetem Verschachtelungsgrad und begleiten den Hörer meditativ tiefer und tiefer ins eigene Erleben. Es war lange nicht mehr so schön, auf den Hund zu kommen.