Über Rod Modell, sein Pseudonym Deepchord und das Für und Wider in Bezug auf den religiösem Wahnsinn, der immer noch um das monumentale Lebenswerk der Basic-Channel-Batterie betrieben wird, wurde schon reichlich Tinte vergossen. Spötter finden es unnötig, Eulen nach Athen zu tragen, andere sind dankbar für jedes Souvenir, das an die Berliner Hochzeiten erinnert. Eine nicht versiegende Nachfrage scheint ja zu existieren. Deepchord erfüllt die jedenfalls mit größter Sorgfalt. The Coldest Season ist ein Meisterwerk der Dub-Meditation, das ein dezentes Säuseln und Tape Delay stilisiert und analogen Geräten ein Denkmal errichten möchte. Die Spielzeit vergeht wie im Rausch, und die wenigen emotionalen Ausreißer sind behutsam getupft und deshalb umso besser. Natürlich ist das Ganze für Hardcore-Fans auch auf vier Maxisingles verteilt erhältlich. Manchen Plagiatoren kann man eben Nichts übel nehmen. Von autogenen Trainern empfohlen.