War Marsen Jules’ Vorgänger-Album eher herbstlich ausgerichtet, so öffnet sich Les Fleurs den vollen, erfrischenden Stimmungen des Frühlings. Sanft-warme Winde, sprießende Natur, tummelige Insekten, das alles findet sich in der Musik wieder, in Form von tummelnden Harfen-Fragmenten, aus sich selbst heraus zu voller Schönheit erblühenden Klangkörpern, schwerelosen Streicher und Glocken-Tönen, die wie ein zarter Hauch durch die Arrangements schweben. Der Moment der Stille, des Stillstands, wenn man satt von Gefühlen auf einer saftigen Wiese am Flussufer liegt. Alles ruhig, bewegungslos gar, und doch ist überall im Kleinen, im Detail, Bewegung, Entwicklung zu finden. Organische Klänge und organische Stimmung, perfekt eingefangen in elektronisch produzierter Musik.